Eigentlich versprach der Wetterbericht nichts Gutes, am 13. Oktober 2002. Es war diesig und sah nach Regen aus. Trotzdem hatten sich 19 Teilnehmer eingefunden. Herr Gartenschläger, unser Busfahrer, brachte uns auf verschlungenen Wegen (Bröltal, Nutscheid, oberes Siegtal) nach Hachenburg. Viel konnten wir von der wunderschönen Landschaft nicht sehen - es war leider sehr dunstig.

Ankunft in Hachenburg

Wir fuhren zuerst das Landschaftsmuseum Hachenburg an. Es besteht aus einer Gehöftgruppe, die aus verschiedenen Gebäude aus dem gesamten Westerwald zusammnengestellt wurde. Nach einigen Erläuterungen durch einen Museumsführer besichtigten wir die Schule, die Ölmühle, das Müllerhaus und die anderen Gebäude mit den darin ausgestellten Exponaten. Hier wird die Geschichte des Westerwaldes und seiner Bewohner noch einmal lebendig. Auch die mineralogische Ausstellung und die Puppenausstellung waren sehenswert.

Im Landschaftsmuseum Hachenburg

Nun begann die eigentliche “Wanderung”. 10 Minuten lang ging es durch den Schlossgarten, vorbei an interessanten Kunstobjekten, zum Hachenburger Schloss, der ehemaligen Residenz der Grafen von Sayn (heute Schulungsstätte der Deutschen Bank).
Und schon waren wir in der historischen Innenstadt. Geschafft von den “Anstrengungen” freuten wir uns auf ein Mittagessen nach Westerwälder Art, das wir in der “Krone”, einem der  ältesten steinernen Gasthäuser Deutschlands, einnahmen.
Das Erkerzimmer im 1.Stock des Hauses wird noch immer die "Femestube" genannt. In dieser soll einst das Femegericht getagt haben.
Die “Krone” trutzte mit ihren dicken Steinmauern allen Stadtbränden und steht noch heute unverändert unterhalb des Schlosses.

 

Die malerische Innenstadt von Hachenburg

Nun hatten wir die nötige Grundlage für die nächste Etappe, der Besichtigung der Hachenburger Brauerei. Sie nennt sich auch Erlebnisbrauerei, und das ist sie auch wirklich.
Obwohl Sonntag war, erfolgte eine Führung nach der anderen. Man konnte fast den Eindruck haben, man befände sich in einem Museum. Alle Räume waren mit Infotafeln und Schaumaterial für Besichtigungen eingerichtet. Im “Hopfengarten” wurde uns anschaulich erklärt, wie dieses bittere Kraut geerntet wird, wie es riecht und was es im Bier macht.
Eine interessante Unternehmensstrategie! So bekamen wir ein wirklich eindruckvolles Erlebnis.
Auch als Sonntagsausflug sehr zu empfehlen!

Im Schankraum der Hachenburger Brauerei konnten wir uns einen Überblick über die verschiedenen flüssigen Produkte verschaffen.